AKTUELLE FÄLLE AUS DER PFERDEKLINIK PARSDORF

In über 30 Jahren Klinik haben wir eine Reihe spannender Fälle, Operationen und Klinikgeschichten aus unserem Alltag zusammengestellt. Diese zeigen auf vielseitige Weise, wie vielseitig unser Job für unser Team ist und wie flexibel und zielorientiert unsere Lösungen sein können.

Beim Stöbern durch unser kleines Archiv wünschen wir Ihnen viel Spaß!

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PFERD AUF DER A8 NARKOTISIERT - DRAMATISCHE BERGUNG NACH UNFALL

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EINE WARMBLUT-STUTE MIT NIERENKARZINOM

Eine 13 jährige Warmblutstute magert seit 3 Jahren immer mehr ab. Durch den Haustierarzt wurden mehrere Blutbilder angefertigt, die aber ohne besonderen Befund waren. Auch bei der klinischen Untersuchung konnte nichts Auffälliges festgestellt werden. Die Besitzer versuchten durch massives zu füttern das Problem in den Griff zu bekommen, aber ohne Erfolg.

Dann kam das Pferd zu uns in die Pferdeklinik Parsdorf. Schon bei den ersten Untersuchungen konnte bei der rektalen Untersuchung eine basketballgroße Umfangsvermehrung im rechten Bauchraum festgestellt werden. Diese Umfangsvermehrung war sehr groß und fest. Relativ schnelle erhärtete sich der Verdacht, dass diese Zubildung ein Tumor ist.

Aufgrund der aussichtslosen Prognose wurde das Pferd eingeschläfert. Bei der Sektion konnte ein Karzinom der Niere festgestellt werden. Das Karzinom war ca. 20 cm lang und wog ca. 5 kg.  Für die Besitzer war die Diagnose sehr schrecklich und auch die Entscheidung zur Euthanasie, aber sie waren doch froh nach 3 Jahren endlich zu wissen was ihrem Pferd fehlte.

EIN WALLACH MIT BLASENSTEIN

Der 19 jährige Warmblutwallach hatte immer wieder Blut im Urin ansonsten machte das Pferd einen normalen gesunden Eindruck. Bei der Urinuntersuchung waren so wohl weiße wie rote Blutkörperchen erhöht auch fanden sich Harnkristalle und Phosphatkristalle im Urin. Bei der durchgeführten Blasenspiegelung konnte ein pflaumengroßer Blasenstein festgestellt werden. Die Schleimhaut der Blase war in der Umgebung des Steines entzündet.

Bei einem Blasenstein besteht das Risiko, dass sich der Steine in die Harnröhre verlagert und dort die komplette Harnröhre verschließt. Dann kann das Pferd kein Harn mehr absetzen und daraufhin kommt es zu großen Schmerzen mit Koliksymptomen. Als Therapie kommt eine chirurgische Laparotomie (Eröffnung der Bauchhöhle) und dann eine Eröffnung der Harnblase und Entfernung des Blasensteines in Frage. Dieser Eingriff muss unter Vollnarkose geschehen und das Pferd muss danach mindestens 6 Wochen Boxenruhe haben.

Die Alternative ist eine Lithotripsie beim Pferd. Dabei wird mit einem Endoskop in die Blase eingegangen und über den Arbeitskanal wird eine Sonde eingeführt mit der Stoßwellen auf den Stein ausgeübt werden. Durch diese Stoßwellen wird der Stein zerkleinert und die kleineren Stücke können heraus gespült werden. Die Besitzerin entschloss sich zu einer Lithotripsie, auch mit dem Risiko, dass es nicht immer gelingt den Blasenstein zu zertrümmern, wenn er sehr hart ist und man das Pferd dann doch operieren muss. Der Wallach wurde für die Behandlung tief sediert und es erfolgte eine 3 stündige Behandlung mit hoher nervlicher Anspannung. Das Gerät wurde uns von der Firma Wolff zur Verfügung gestellt. Bei der Behandlung lief alles nach Plan und der Stein konnte zertrümmert werden.

Nach 2 Tagen wurde der Wallach nachuntersucht und es wurden kleine Stücke nochmal zerteilt und heraus gespült. Nach weiteren 2 Tagen konnte der Wallach bei gesundem Allgemeinbefinden entlassen werden.

Die Besitzerin war sehr glücklich, dass die Behandlung so komplikationslos verlief und Ihrem Pferd eine Operation erspart blieb. Die Lithotripsie ist eine alternative Behandlungsmethode für Blasensteine beim Wallach, die aber sehr Zeit und Geräte aufwendig ist und das Risiko mit sich bringt, dass der Stein nicht zertrümmert werden kann.

LEISTUNGSSCHWÄCHE & SCHLECHTER ALLGEMEINZUSTAND
DIAGNOSE: HERZARRYTHMIE

Vor einem Jahr hatte die zehnjährige Warmblutstute eine langwierige Bronchitis. Seit einem halben Jahr verlor die Stute immer mehr Muskelmasse, anstatt sie aufzubauen. Bei den Blutuntersuchungen gab es keine Auffälligkeiten. Beim Abhören des Herzens ist eine Herzrhythmusstörung aufgefallen. Die Stute wurde komplett kardiologisch untersucht und es konnte mit Hilfe des EKG´s ein Vorhofflimmern festgestellt werden. Bei der Herzultraschalluntersuchung konnten Veränderungen an den Herzkammern, den Vorhöfen und den Herzklappen ausgeschlossen werden.

Bei einem Vorhofflimmern kommt es zu einer Reizbildungsstörung im Herzmuskel und es kommt zu unregelmäßigen Kontraktionen der Vorhöfe und die Herzkammererregung erfolgt auch unregelmäßig. Vorhofflimmern kann durch eine primäre Lungenerkrankung, durch Herzklappenfehler, durch Viren, Bakterien, durch Traumen oder Toxine entstehen, bei dieser Stute wurde das Flimmern ziemlich sicher durch die Bronchitis ausgelöst.

Da bei der Stute im Ultraschall keine Größenveränderungen des Herzens festgestellt wurden, hatte sie eine gute Prognose kardiovertiert zu werden, das heißt man bringt das Herz wieder einen normalen Rhythmus. Solange keine Veränderungen am Herzen sind hat man eine Erfolgsrate von 70 %. Dazu wurde die Stute tief sediert und unter permanenter EKG Kontrolle mit einer Chinidinsulfatlösung infundiert. Bei der Stute kam es nach 3 Stunden zum Erfolg und das EKG zeigte eine normale rhythmische Kurve.
Die nächsten Tage hatte die Stute Boxenruhe und nach danach wurde das Pferd langsam antrainiert. Die nächsten Wochen wurde die Stute immer wieder abgehört, aber sie blieb in einem normalen Herzrhythmus. Inzwischen ist die Stute wieder auf Ihrem gewohnten Leistungsniveau und sieht deutlich besser aus.

Die Therapie mit Chinidinsulfat ist nicht ohne Risiken, aber bei erfolgreicher Therapie kann man das Pferd wieder normal nutzen, was mit einer Herzrhythmusstörung nur bedingt möglich ist.

DER GNADENHOF CHIEMGAU e.V.

Der Gnadenhof Chiemgau e.V in Sondermoning ist ein Ort, an dem alte, ausgesetzte und manchmal auch misshandelte oder ihren Besitzern lästig gewordene Tiere ein neues zu Hause finden und ihren Lebensabend zusammen mit Artgenossen in artgerechter Haltung verbringen können.

Er beherbergt eine Vielzahl von Tieren (insgesamt etwa 150), die z.B. aufgrund Ihres Alters von den Besitzern abgegeben wurden oder auch verhaltensgestörte Tiere, die nicht mehr weiter vermittelbar sind. Sie dürfen am Hof Ihren Lebensabend verbringen. 30 Pferde, 5 Esel und 6 Ponys sind auf dem Hof untergebracht. Auch 40 Katzen, 4 Hunde, 4 Rehe, einige Schafe, Ziegen und Hühner gehören zu den Bewohnern der artenreichen Gemeinschaft.

Der Gnadenhof Chiemgau e.V. finanziert sich nur über Spenden, Patenschaften, Mitgliedschaften und Veranstaltungen. Im Juli ist das Mini-Shetlandpony Benny zu uns gekommen. Wir haben das kleine Pferd zusammen mit seiner Mutter Lommy übernommen, da sich die Besitzerin nicht mehr darum kümmern konnte. Die beiden Pferde waren in einem schlechten Zustand und bereits nach einer Woche geschah das Unglück. Benny hatte eine Kolik und musste über eine Woche in die Klinik. Wir sind sehr froh, dass sich dort alle so toll um den Kleinen gekümmert haben und dass er wieder gesund geworden ist. Aber es ist sehr schwer für uns das Geld aufzubringen für die angefallenen Kosten. Deshalb suchen wir dringend Paten für Benny und Menschen, die uns mit einer Spende unterstützen.

Wer gerne helfen möchte. Spenden können bei der VRBank Traunstein, BLZ 710 900 00, auf das Konto 7 520 832 eingezahlt werden.

Weitere Informationen finden Sie auch unter: www.gnadenhof-chiemgau.de

HOLEN SIE SICH UNSERE KONTAKTDATEN AUFS SMARTPHONE

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Dr. Blessing 
Dr. Schweighofer

Vaterstettener Weg 6
85599 Parsdorf /  Vaterstetten
Deutschland

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E-Mail.  info@pferdeklinik-in-parsdorf.de

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